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Unterstützung bei Behandlungsfehlern

Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland hat die Unterstützung bei Behandlungsfehlern als Serviceangebot bereits im Jahr 2000 etabliert.

So hilft die AOK ihren Versicherten

Die Schmerzen nach der Blinddarm-Operation lassen einfach nicht nach. Der bettlägerige Angehörige im Pflegeheim hat ein Liegegeschwür an der Ferse. Wurde falsch behandelt oder gepflegt? Betroffene und Angehörige sind oft ratlos, wie sie mit einem solchen Verdacht umgehen sollen. Seit Verabschiedung des Patientenrechtegesetzes im Jahr 2013 sollen die Krankenkassen ihre Versicherten bei der Verfolgung von Schadenersatzansprüchen unterstützen, die aus Behandlungs- und Pflegefehlern entstanden sind. Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland hat die Unterstützung bei Behandlungsfehlern als Serviceangebot bereits im Jahr 2000 etabliert. Seitdem wurden rund 5.700 Fälle gemeldet.

„Die AOK bietet den betroffenen Versicherten einen erstklassigen Service. Spezialisierte und erfahrene Experten des AOK-Serviceteams helfen vertraulich dabei, einen Verdacht auf mögliche Behandlungs- oder Pflegefehler zu klären", sagt Nada Vulin, Medizinerin bei der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland. Am Anfang der individuellen Beratung steht in der Regel ein Gespräch, bei dem der Patient seinen Fall schildert. Am häufigsten werden chirurgische und orthopädische Behandlungen, gefolgt von gynäkologischen und internistischen Behandlungen bemängelt.

Die Unterstützung der AOK-Experten besteht darin, betroffene Versicherten individuell zu beraten, die erforderlichen Behandlungsunterlagen zu besorgen, die medizinischen Begutachtungen des Medizinischen Dienstes zu veranlassen, eine Qualitätskontrolle der Begutachtungen durchzuführen und über grundsätzlich zur Verfügung stehende Wege, so die Einschaltung der Schlichtung, Beratung durch einen Rechtsanwalt, zu informieren. Selbst wenn sich ein Verdacht nicht bestätigt, kann die Klärung für Gewissheit und Vertrauen bei allen Beteiligten sorgen. Vermuten Versicherte einen Behandlungsfehler, sollten sie möglichst schnell handeln. Die medizinischen Gutachten des MDK sind hier eine enorme Hilfe für die Versicherten und können die Basis für die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen sein. Die Verfolgung von Behandlungsfehlern ist ein langwieriger Prozess. Insbesondere dann, wenn ein Gericht eingeschaltet wird, ziehen sich die Vorgänge über Jahre hin. Dabei kann ein von der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland zur Verfügung gestelltes positives Gutachten sehr hilfreich sein.

Das Serviceangebot der AOK für ihre Versicherten beim Verdacht auf einen Behandlungs- oder Pflegefehler beinhaltet insbesondere:

  1. Beratung: Die Experten helfen, medizinische Behandlungs- und Pflegeabläufe einzuschätzen und zu bewerten. Auch bei der Suche nach Beratungsalter-nativen, zum Beispiel nach Rechtsanwälten, Selbsthilfegruppen oder Patientenvereinigungen unterstützt die AOK ihre Versicherten.
  2. Anfordern der Behandlungsunterlagen: Auf Wunsch des Versicherten fordern die Experten die notwendigen Behandlungsunterlagen an. Dazu müssen die Betroffenen eine Schweigepflichtentbindungserklärung und eine Herausgabegenehmigung erteilen. Hierfür stellt die AOK entsprechende Formulare zur Verfügung.
  3. Medizinische Bewertung: AOK-Experten prüfen alle Unterlagen, die mit dem Verdacht auf einen Behandlungs- und Pflegefehler in Zusammenhang stehen, und veranlassen eine medizinische Bewertung des MDK.
  4. Juristische Bewertung: Liegt die medizinische Begutachtung des MDK vor, prüfen es die AOK-Experten eingehend auf Vollständigkeit, Schlüssigkeit und Widerspruchsfreiheit. Der Versicherte erhält von den AOK-Experten die Begutachtung und Hinweise zu den weiteren Handlungsmöglichkeiten.
  5. Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen: Die AOK unterstützt ihre Versicherten bei Verhandlungen mit Schädigern, Haftpflichtversicherern und auch dann, wenn sich ein Betroffener für eine Klage entschieden hat. So werden zu den diversen medizinischen Stellungnahmen der Gegenseite bei dem MDK ergänzende Begutachtungen beauftragt.

Anwalts- und/oder Prozesskosten kann die AOK nicht übernehmen. Das Klageverfahren vor Gericht muss von den Versicherten selbst geführt werden. Hier darf die AOK nicht aktiv werden.

Das Serviceteam unterstützt Betroffene unabhängig von möglichen eigenen Ansprüchen der AOK. Weitere Infos gibt es in jeden AOK-Kundencenter oder hier.

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