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Telematikinfrastruktur beschleunigt sicheren Datenaustausch

Seit Dezember werden die ersten Praxen an die Telematikinfrastruktur angeschlossen.

Telematikinfrastruktur beschleunigt sicheren Datenaustausch

Seit Dezember werden die ersten Praxen an die Telematikinfrastruktur angeschlossen. Damit werden der Nutzen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und die digitale Vernetzung im Gesundheitswesen vorangetrieben.

Wichtig: Wer eine neue eGK erhält, kann nur noch diese Karte verwenden. Ältere eGKs können in diesen Arztpraxen nicht mehr eingesetzt werden.

Ziel der Telematikinfrastruktur

Die Schaffung einer Telematikinfrastruktur hat das Ziel, Arztpraxen, Psychotherapeuten, Krankenhäuser, Apotheken und Krankenkassen datenschutzgerecht zu vernetzen. Dadurch können jetzt die Versichertendaten auf der eGK beim Stecken ins Lesegerät direkt geändert und in Zukunft die für die Behandlung der Patienten erforderlichen Unterlagen allen Beteiligten stets aktuell digital zur Verfügung gestellt werden, was den Zeit- und Verwaltungsaufwand erheblich verringert.

Technische Voraussetzungen sind geschaffen

Zum Einsatz der Telematikinfrastruktur müssen in den Arztpraxen bestimmte Hardware- und Softwareprodukte installiert werden. Für die Zulassung dieser Anwendungen ist die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbh (gematik) zuständig. Im November hat die gematik für die ersten Telematikprodukte die Zulassung erteilt. Somit können seit dem Jahreswechsel die Arztpraxen mit der Technik ausgestattet und an die Telematikinfrastruktur angeschlossen werden. Bis Ende 2018 sollen alle Vertragsärzte ausgestattet sein. Die Kosten für die Ausstattung der Praxen werden von den Krankenkassen übernommen.

Immer aktuelle Patientendaten

Die erste Stufe der Online-Anwendungen ist das so genannte Versichertenstammdatenmanagement. Das heißt: Anders als bisher kann die Arztpraxis nun die Angaben auf der eGK, wie z. B. Adresse oder Versichertenstatus, online mit Hilfe der Telematikinfrastruktur abgleichen. Hat der Patient beispielsweise seine geänderte Adresse an die Krankenkasse gemeldet, wird die eGK beim Arztbesuch automatisch aktualisiert. Der Vorteil: Bei einem Umzug muss keine neue eGK mehr beantragt werden und in der Praxissoftware werden die Angaben des Patienten direkt aktualisiert. Gleichzeitig können ungültige, verlorene oder gestohlene Karten erkannt werden. Der Kartenmissbrauch zu Lasten der Versichertengemeinschaft kann weiter reduziert werden.

In Zukunft noch weitere Vorteile

Als nächste freiwillige medizinische Anwendungen sind die Speicherung von Patienten-Notfalldaten und des elektronischen Medikationsplans auf der eGK vorgesehen. Weiter ist die Einführung der elektronischen Patientenakte geplant. Dann könnten zum Beispiel die Röntgenbilder nach der Aufnahme beim Radiologen sofort dem Krankenhaus und dem behandelnden Arzt zur Verfügung stehen

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