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Pressemeldung vom 31.10.2016

Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland gut gestartet: Bereits im ersten Jahr sind über 1.000 Hausärzte dem Vertrag beigetreten

Gemeinsame Pressemeldung

AOK Rheinland-Pfalz/Saarland - Die Gesundheitskasse

Deutscher Hausärzteverband - Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.

Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland gut gestartet: Bereits im ersten Jahr sind über 1.000 Hausärzte dem Vertrag beigetreten

2015 ging der Hausarztvertrag unter gemeinsamer Verantwortung von Deutschem Hausärzteverband Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. und der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse an den Start. Mittlerweile beteiligen sich über 1.000 Hausärzte an der Hausarztzentrierten Versorgung. Jetzt soll in einer zweiten Stufe die Zusammenarbeit zwischen AOK und Hausärzten zum Wohle der Versicherten weiter ausgebaut werden.

Der Hausarzt ist für viele Menschen die Vertrauensperson, wenn es um ihre Gesundheit geht. So ist es gemeinsames Ziel der Vertragspartner, einerseits Menschen eine qualitätsgesicherte und gute Versorgung zu garantieren und gleichzeitig die Rolle des Hausarztes als medizinischem Begleiter seiner Patienten bei langwierigen und komplexen Behandlungen zu stärken. Zudem wollen die Hausärzte als Steuerer im Krankheitsfall mit der AOK als Kümmerer in der Region gemeinsam einen Beitrag zur Sicherung einer flächendeckenden, wohnortnahen Versorgung in einer älterwerdenden Gesellschaft leisten.

Insbesondere Menschen mit langwierigen und komplexen Krankheitsbildern wollen wir die Sicherheit geben, dass ihrem besonderen Versorgungsbedarf durch eine intensive und umfassende Betreuung Rechnung getragen wird. Die teilnehmenden Hausärzte sind bereit, für die eingeschriebenen Versicherten die enge Begleitung und Steuerung der Behandlung im Austausch mit weiteren Gesundheitspartnern, insbesondere Fachärzten und Krankenhaus zu übernehmen. Zur Garantie einer hochwertigen Versorgung - entsprechend den neuesten Kenntnissen in der Medizin -  wurden strukturierte Qualitätsdialoge und -initiativen sowie Fortbildungsveranstaltungen ausgebaut.  

Damit haben die Partner im ersten Jahr ein stabiles Fundament für die weitere Zusammenarbeit und Entwicklungspartnerschaft gelegt. Die Vertragspartner sind sich einig, dass das Versorgungs- und Steuerungsangebot der Hausärzte im Rahmen des Vertrags sukzessive ausgebaut werden und durch gemeinsame regionale Initiativen, ein Beitrag zur Sicherung der hausärztlichen Versorgung - insbesondere auf dem Land - geleistet werden soll.

Beim Ausbau des Versorgungsangebots konzentrieren sich Hausärzteverband und AOK im nächsten Schritt auf drei Schwerpunkte

1.    Patienten mit psychischen Erkrankungen sollen von neuen Präventionsangeboten der AOK profitieren, die in die hausärztliche Therapie integriert werden. Außerdem soll für Patienten, die der Behandlung durch den Facharzt bedürfen, eine schnellere und bessere Versorgung durch eine engere regionale Zusammenarbeit sichergestellt werden.

2.    Auch in der Arzneimitteltherapie wollen die Vertragspartner enger zusammenarbeiten. Auf Wunsch der Versicherten soll der Hausarzt die Medikationsplanung enger begleiten und gerade im Fall der Verschreibung von mehreren Medikamenten in Zusammenarbeit mit Fachärzten und Krankenhaus eine passgenaue Medikation für die Patienten sicherstellen.

3.    Die Qualitätsdialoge und Fortbildungen zur Pharmakotherapie, insbesondere bei Volkskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf und Geriatrie, sollen ausgebaut werden, um wissenschaftliche Neuerungen und aktuelle Entwicklungen für Diagnosen und Therapien zeitnah zu vermitteln.

„Der Hausarzt, als erster Ansprechpartner der Menschen, übernimmt eine besondere Verantwortung für eine qualitativ hochwertige wohnortnahe Versorgung der Menschen. Das wissen wir zu schätzen. Gemeinsam wollen wir den Versicherten das sichere Gefühl geben, auch in Zukunft gut betreut zu sein, wenn es um ihre Gesundheit geht. Die AOK als regionaler Kümmerer steht zur Verantwortung, gemeinsam mit den Hausärzten und weiteren Gesundheitspartnern innovative, regionale Angebote zur Sicherung der Versorgung auf dem Land zu entwickeln“, so Dr. Irmgard Stippler, Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse.

„Die Teilnahme von mehr als 1.000 Hausärzten am Hausarztvertrag eröffnet uns neue Perspektiven für eine qualitätsgesicherte Versorgung in Rheinland-Pfalz. Durch die große Resonanz wird es möglich, relevante Behandlungsinformationen beim Hausarzt zusammenzuführen, mehr Transparenz in der Versorgung zu schaffen und so zu einer engeren Zusammenarbeit der regionalen Gesundheitspartner zu kommen. Davon profitieren nicht nur die Patienten in der Behandlung, sondern die Menschen in den Regionen zusammen mit den beteiligten Gesundheitspartnern“, erläutert Dr. Burkhard Zwerenz, Erster Vorsitzender des Deutschen Hausärzteverband Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.. Gemeinsam kann so durch Weiterentwicklung der Versorgungsinhalte eine bedarfsgerechte Versorgung sichergestellt werden.

„Verträge zur hausarztzentrierten Versorgung sind ein gutes Instrument, um die gesundheitliche Versorgung besonders in ländlichen Regionen zu verbessern und zu sichern“, sagte die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler anlässlich des Praxisbesuches bei Dr. Ralf Müller in Koblenz. „Die Bindung an eine Hausärztin oder einen Hausarzt stärkt das Vertrauensverhältnis und ermöglicht eine langfristige Versorgung der Patientinnen und Patienten auf hohem Qualitätsniveau. Für die Hausärztinnen und -ärzte stellt der Hausärztevertrag eine besondere Form der Anerkennung dar“, so Bätzing-Lichtenthäler.

„Ich freue mich über die neuen Versorgungsmöglichkeiten. Das transparente, einfache und unbürokratische Teilnahmemodell entlastet die teilnehmenden Ärzte, und bietet den Patienten Vorteile. Denn diese erhalten eine qualitätsgestützte passgenaue Behandlung und intensive Betreuung“, erklärt der 1.000ste Hausarzt, Dr. Ralf Müller.

Die Teilnahme an der Hausarztzentrierten Versorgung erfolgt für mindestens ein Jahr und beinhaltet die Verpflichtung, während der Teilnahme den Hausarzt der eigenen Wahl als Gesundheitskoordinator in der Versorgung einzusetzen.

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Ansprechpartner für diese Presseinformation:

AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse

 

Herr Jan Rößler, Telefon 06351 403-419

E-Mail: jan.roessler@rps.aok.de

 

 

Deutscher Hausärzteverband
Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.

 

Frau Brigitte Schäfer, Telefon 0261 2935600

E-Mail: bda-rlp@t-online.de