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AOK-MehrWert 2017 – Der Gesundheitspreis für Unternehmen

47 Unternehmen aus ganz Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben am AOK-MehrWert teilgenommen

Chemieunternehmen aus Montabaur wird Gesamtsieger und gewinnt 5.000 Euro

47 Unternehmen aus ganz Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben am AOK-MehrWert, dem Gesundheitspreis für Unternehmen, teilgenommen. Sie bewarben sich mit innovativen Projekten für die Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

„Unser Ziel ist es, besonders kleine und mittelständische Unternehmen für neue Wege im betrieblichen Gesundheitsmanagement zu motivieren und zu begeistern“, so Udo Hoffmann, Beauftragter des Vorstandes der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse. Alle Firmen, die betriebliche Gesundheitsförderung bereits erfolgreich eingeführt haben, konnten sich mit Ihren Projekten für den Gesundheitspreis bewerben und die Bewerbungsphase für 2018 läuft bereits an. Bei der Beurteilung der Ideen galten Kriterien wie Innovation und Nachhaltigkeit im Unternehmen. Auch war auschlaggebend, ob die Beschäftigten hinreichend über das Projekt und dessen Umsetzung informiert waren und welches Projektergebnis der Betrieb verzeichnet hat.

Eine Expertenjury ermittelte aus den 47 Projekten den Gesamtsieger, die sieben Regionalsieger und die Sieger der Sonderkategorie und des Ideenwettbewerbs.

Der Preis:
Der AOK MehrWert mit einem Preisgeld von insgesamt 28.000 Euro wurde in den Kategorien Innovationswettbewerb und Ideenwettbewerb verliehen:

Ursa-Chemie GmbH aus Montabaur gewinnt Hauptpreis dotiert mit 5.000 Euro.

Die Gewinner der sieben regionalen Preise – dotiert mit je 3.000 Euro:

Region Südost: St. Paulus Stift, Herxheim
Region Südwest: Ev. Diakoniewerk Zoar KdöR
Region Ost: Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg Universität Mainz
Region West: GKN Driveline Trier GmbH
Region Nordwest: Stadtverwaltung Mayen
Region Nordost: HUF HAUS GmbH & Co. KG
Region Saarland: Kreisstadt Saarlouis

Sieger Sonderkategorie „Unternehmen bis 50 Mitarbeiter": Hof Reitstube, Mehlingen
Sieger Ideenwettbewerb: DRK-Kreisverband Bitburg-Prüm e.V.

„Die AOK gratuliert dem Gesamtsieger Ursa-Chemie aus Montabaur und den regionalen Siegern ganz herzlich. Wir freuen uns über die vielen Projekte, Vorschläge und Ideen, die direkt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu Gute kommen und ganz wesentlich zu einer angenehmen Arbeitsatmosphäre beitragen. Dies bekräftigt uns weiter und noch stärker im betrieblichen Gesundheitsmanagement aktiv zu sein – als Partner der Unternehmen und als sorgendes Netzwerk“, so Hoffmann weiter.

„Wir sind glücklich über die Preisverleihung, die unsere Bemühungen und unser Engagement in einer besonderen Weise würdigt“, freut sich Rainer Bloedhorn-Dausner, Geschäftsführer der URSA-Chemie GmbH.

Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland begleitet schon jetzt pro Jahr über 600 Unternehmen bei Gesundheitsprojekten – von der Analyse der Ausgangsituation über die Planung und Durchführung geeigneter Maßnahmen bis hin zur Erfolgskontrolle. Die AOK unterstützt so rund 180.000 Personen, davon sind rund 70.000 älter als 50 Jahre - im Zuge der demografischen Entwicklung ein wichtiger Aspekt.

Ganz wichtig: Auch im Jahr 2018 findet der AOK MehrWert statt. Anmeldeschluss für interessierte Unternehmen ist der 31. Oktober 2018. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

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Sieger AOK-MehrWert 2017 – Der Gesundheitspreis für Unternehmen

Ursa-Chemie GmbH
Gebhard Linscheid
Technischer Leiter
Am alten Galgen 14
56410 Montabaur

Ursa-Chemie GmbH/Montabaur; Westerwaldkreis/ca. 56 Mitarbeiter/Chemiebranche: Gekoppelt an einen etablierten Arbeits- und Gesundheitsschutz platzierte das Unternehmen die Strukturen eines ganzheitlichen BGM-Systems. Eine bedeutende Rolle kommt hier einem modernen und zeitgemäßen Infomations- und Kommunikationskonzept zu. Ganzheitlich und vielschichtig tritt man in einen gemeinsamen und umfassenden Dialog. Besonders innovativ ist hierbei auch die Nutzung einer für das Unternehmen konzipierten Mitarbeiter-App.

St. Paulusstift Herxheim
Natascha Lettner
Einrichtungsleitung
Bussereaustr. 18
76863 Herxheim

Innovation/Besonderheit im BGM: Im Rahmen einer Masterarbeit der Universität Landau wurde der Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Beschäftigten wissenschaftlich untersucht. Dazu wurde das Lerntool „Führen in Balance“ mit den Zielen salutogene Faktoren zu fördern und zwischenmenschliche Ressourcen zu gestalten entwickelt. Führungskräfte wurden befähigt, eigenverantwortlich auf ihre Gesundheit zu achten, um diese Ressource auch bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärken zu können.

Ev. Diakoniewerk
Zoar Sabine Schmitt
Leiterin Personalentwicklung
Inkelthalerhof
67806 Rockenhausen

Das Ev. Diakoniewerk Zoar mit 13 Standorten startete bereits vor einigen Jahren einen umfangreichen Prozess zur Implementierung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements. Ein wichtiges Kernelement ist die tiefe Verankerung des Themas durch eine ausgebildete BGM Koordinatorin und 11 Gesundheitsteams vor Ort. Der Fokus liegt sehr stark auf der Mitarbeiterbeteiligung, gelebt durch das Unternehmensmotto: “Gemeinsam viel bewegen“. Mitglieder des Gesundheitsteams sind nicht nur Multiplikatoren und Ansprechpartner für Wünsche und Anregungen vor Ort, sondern setzen zielgerichtete Impulse für eine bedarfsgerechte Maßnahmenplanung. Dadurch wurden schon viele individuelle Angebote für die Mitarbeiter entwickelt und umgesetzt, die regen Anklang finden und nachhaltig das Betriebsklima verbessern.

Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg Universität Mainz
Frau Anouschka Erny-Eirund

Als medizinische Einrichtung der Maximalversorgung beschäftigt die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg- Universität Mainz ca. 7.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Interesse einer innerbetrieblichen konstruktiven Kommunikation hat das Unternehmen das Netzwerk für Beratung, Supervision und Coaching, eine seit Jahren bewährte Einrichtung gefördert, um einzelnen Beschäftigten, Teams und Gruppen bei entsprechender Nachfrage ein hochqualifiziertes Angebot zur Verfügung zu stellen. Experten aus unterschiedlichen Professionen bringen ihr Know-how zum Wohle der Beschäftigten ein. Persönliche und berufliche Krisen, psychische Belastungen bei Einzelpersonen und in Teams können mit dem Beratungsangebot des Netzwerkes angemessen begleitet werden. Wartezeiten auf einen ambulanten oder stationären Therapieplatz werden überbrückt und der Übergang zu externen Hilfen wird erleichtert und begleitet.

GKN Driveline Trier GmbH
Frau Janet Ben Saad
Hafenstr. 41
54293 Trier

Die GKN Driveline Trier GmbH ist ein Automobilzulieferer mit 560 Beschäftigten (davon 57 Auszubildende) am Standort Trier. Im Jahr 2012 startete man einen umfangreichen Prozess zur Implementierung eines BGM. Dem Betrieb ist es gelungen ein standardisiertes und breit aufgestelltes betriebliches Gesundheitsmanagement zu etablieren. Besonders innovativ ist die Einführung des Programmes „Gesunde Ausbildung“, welches von Auszubildenden für Auszubildende entwickelt wurde. Das Programm begleitet die Jugendlichen durch ihre gesamte Ausbildung und besteht aus vier Bausteinen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Die Fachkräfte von morgen werden von Beginn an für das Thema Gesundheit sensibilisiert und dazu befähigt Eigeninitiative zu ergreifen. GKN Driveline gewinnt auf diese Weise vorbildliche Multiplikatoren für Produktion und Verwaltung, denn das Programm wirkt über die Ausbildung hinaus.

Stadtverwaltung Mayen
Klaus Künzer
Rosengasse 2
56727 Mayen

Unterschiedliche Betriebsstätten erfordern Mobilität und Flexibilität von den Beschäftigten, die im Rahmen ihrer Aufgaben Bürger oder Liegenschaften aufsuchen, die über das gesamte Stadtgebiet und die Stadtteile verteilt sind. Nachdem dies bisher durch Dienstfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren oder zeitaufwändige Fußmärsche erledigt wurde nun die dienstliche Aufgabenerfüllung in einem akzeptablen Zeitrahmen mit dem Thema Gesundheit und Bewegung verknüpft. Seitens der Verwaltung wurden vier Elektro-Dienstfahrräder gekauft, die nun entsprechend genutzt werden. Diese Fahrräder werden darüber hinaus auch, nach vorheriger Anmeldung, an Wochenenden an die Beschäftigten ausgeliehen, um auch hier die Bewegung zu fördern und Impulse für eine gesündere Freizeitgestaltung zu setzen.

HUF HAUS GmbH & Co. KG
Frau Ann-Kathrin Laskowski
Franz-Huf-Straße
56244 Hartenfels

Die HUF HAUS GmbH u. Co. KG hat mit „HUFit“ ein betriebsinternes Gesundheitsprogramm in ihrem Unternehmen etabliert. Jeder Mitarbeiter erhält eine personalisierte Scheckkarte, die ihm eine Teilnahme an allen „inhouse – Angeboten“ (Screenings, Vorträge, Schnupperkurse) und eine Nutzung zusätzlicher Kurse im firmeneigenen Fitnessstudio GO21 ermöglicht. Dabei werden eine Vielfalt relevanter Gesundheitsthemen(von Entspannung, über Herz-Kreislauf, bis zu „richtigem“ Trinken), aufgegriffen. Die Ergebnisse aller Aktionen werden im Nachgang aufbereitet und den Mitarbeitern in Form von z.B. Informationsflyern zur Verfügung gestellt.

Kreisstadt Saarlouis
Mirjam Gattau, Christina Engler
Großer Markt 1
66740 Saarlouis

Die Kreisstadt Saarlouis betreibt seit Herbst 2013 ganzheitliches BGM. Hierzu wurde ein Steuergremium etabliert, mehrere Arbeitssituationsanalysen durchgeführt und hieraus Maßnahmen aus den Themenfeldern Arbeitsschutz, Prozessoptimierung, Gesundes Führen, Suchtprävention und Betriebliches Eingliederungsmanagement abgeleitet und umgesetzt. Anfang 2017 erhielt die Kreisstadt Saarlouis ein BGM-Zertifikat in Silber. Um sich weiterentwickeln zu können und das BGM „zu vergolden“, wurde ab Sommer 2017 das Projekt „Health oriented Leadership“ (HoL) verwirklicht. Hierbei geht es darum, dass Führungskräfte von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern online-basiert eine Rückmeldung über die Auswirkung ihres Führungsverhaltens auf die Mitarbeiter- und Teamgesundheit erhalten. Auch die Führungskräfte selbst bewerten ihr Verhalten. Nach einem Fremd-Selbstbild-Abgleich erfolgt ein Führungskräfte-Coaching durch einen lizenzierten HoL-Trainer, sodass die Führungskraft Entwicklungspotenziale erkennt. In einem Teamworkshop werden die Ergebnisse des Prozesses präsentiert und gemeinsam Vereinbarungen zur Verbessern des Teamklimas abgeleitet. Die Kreisstadt Saarlouis leitet aus den beiden Pilotprojekten Handlungsmöglichkeiten für ihre gesamte Führungsmannschaft ab.

Hof Reitstube
Torsten Alt
Geschäftsführung
Fröhnerhof 13 c
67678 Mehlingen

Innovation/Besonderheit im BGM: Das Restaurant Hof Reitstube in Mehlingen hat es mit seinen 14 Mitarbeitern in kurzer Zeit geschafft, ein strukturiertes BGM einzuführen. Jeder Beschäftigte hat die Möglichkeit an betriebsinternen Workshops und Kursen teilzunehmen. Der Geschäftsführer Torsten Alt fördert mit speziellen Angeboten nachhaltig die Gesundheit seiner Mitarbeiter. Zusätzlich liegt ihm das positive Betriebsklima am Herzen. Er scheut keine Mühe das Restaurant in einen Raum der Entspannung zu verwandeln, wenn die Yogastunde ansteht. Kinder sind bei allen Aktivitäten mehr als willkommen, damit die Mitarbeiterinnen ihren Abend genießen können. Auch die Ernährung kommt nicht zu kurz, gesunde und leckere Snacks werden nach getaner Arbeit gemeinsam genossen.

DRK Kreisverband Bitburg-Prüm e. V.
Rainer Hoffmann Kreisgeschäftsführer
Rot-Kreuz-Str. 1-3
54634 Bitburg

Zur Ergänzung des seit 2014 bestehenden Programms zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement plant der DRK Kreisverband Bitburg-Prüm die Gründung einer Sportgruppe unter dem Motto „Sport und Integration“. Zielgruppe sind die jungen hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die gemeinsam mit den unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen regelmäßig verschiedenste Sportarten betreiben.